Wie alle Kinder, malte ich mit Buntstiften auf Papier. Doch wer hätte gedacht, dass meine Kunst irgendwann europaweit gefragt ist?

Kunstschaffend bin ich, seit ich denken kann.

Jahrelang war ich als Sängerin in diversen Bands, nebenberuflich tätig, schrieb Songs und Gedichte. Bildende Kunst schuf ich auch schon immer.

Doch nach einem lebensgefährlichen Unfall, intensivierte ich die Schaffung von Kunstwerken. Ich war ich für lange Zeit ein Pflegefall, das muss man erstmal verkraften.

Ich musste Alltägliches neu erlernen. Nach zwei Jahren Rehabilitation, merkte ich, wie es sich anfühlte, Mensch zu sein und teilhaben zu können. So kürzte ich die Therapien auf ein Minimum. Nun hatte ich endlich Zeit, meinen Emotionen mehr Beachtung zu schenken. Da stellte ich fest, dass die Trauer sich verändert hatte. Früher, als ich traurig war, weinte ich. Doch seit dem Unfall, war mein Körper nicht mehr in der Lage, Tränen zu produzieren. Mir fehlten die Tränen.

Ich überlegte, wie ich meine Tränen anders produzieren könnte und so fand ich im Keller eine große Leinwand, die seit vielen Jahren auf diesen Moment wartete. Ebenso fand ich drei Tuben Acrylfarben. So fing ich an, die Farben mit meinem Pinsel, achtsam zu verrühren und selbst Farben zu mischen.

Mein erstes Kunstwerk auf Leinwand, war ein breit grinsender Clown. Ich kann verstehen, wer nun lachen muss. Schließlich passt ein Clown kaum zur Emotion Trauer.

Für mich war der Prozess des achtsamen Farben mischens, mein Prozess des Weinens, der durch das Auftragen auf die Leinwand zu meinen Zielen und Wünschen transformiert wurde. Eines meiner Ziele war ein Lächeln, so breit wie es ein Clown tun kann, denn seit dem Unfall hatte ich u.a. eine Gesichtslähmung. Mein Clown steht heute neben meinen anderen Kunstwerken, welche europaweit zu sehen sind. Manchmal schaue ich ihn mir an.

Nach zwei Jahren künstlerische Malerei und Publikationen, wurde eine Galerie, der Hauptstadt Spaniens auf mich aufmerksam.

Seitdem ist meine Kunst europaweit gefragt.

Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in einem kleinen Dorf, nahe den Sternen.

Heute ist die Kunst meine Leidenschaft und mein Leben

Mein erster Ausflug, nach langer Rehabilitation

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