Die Persönlichkeitseigenschaft der Hochsensitivität ist ganz normal.

Es besteht die Möglichkeit eine symptomatische Reizempfindlichkeit im Laufe des Lebens zu erwerben. Dies zeigt sich in einer Reizintolleranz bzw. Reizüberflutung, ohne das Begabungspotenzial des HSM (hochsensitiven Menschen).

Erworben wird eine Reizempfindlichkeit beispielsweise bei einem Schlaganfall (Apoplex), Hirnblutungen, sonstige Verletzungen im Bereich des Gehirns, schwere Traumata und vor allem Traumata in der Kindheit, in den Auswirkungen einer PTBS (posttraumatische Belastungsstörung), Depressionen, und auch bei Dauerstress.

Fazit: Die erworbene Empfindlichkeit, die durch Lebenskrisen entsteht, kann durch eine fachgerechte, therapeutische Begleitung in die richtigen Weichen gelenkt werden. Damit es Ihnen besser geht. Die erworbene Empfänglichkeit für Reize hat nichts mit der angeborenen Hochsensitivität (als Persönlichkeitsmerkmal) gemeinsam.

Bei der angeborenen Hochsensitivität ist die neuronale Vernetzung im Gehirn, das neuronale System, komplex. Die Reizfülle kann verarbeitet werden, wenn ein guter Umgang damit erlernt wird. Dieses Phänomen ist eine Begabung, die gelebt werden will.

Wie macht sich die Empfangsbegabung der angeborenen Hochsensitivität bemerkbar? Diplom-Psychologen mit denen ich in Kontakt stehe wissen: „Hochsensitive haben mehr Zeit, um zu Empfangen.“

Dies bedeutet: Vielbegabte und oder angeboren hochsensensitive Menschen, erhalten eine überdurchschnittliche Menge an Reizen und dadurch Informationen in ihr Bewusstsein. Dies wird durch die Empfangsbereitschaft des Thalamus möglich. Vermutet wird zudem eine zugrundeliegende erhöhte Leitfähigkeit der Nerven. Dies bedeutet: Ein HSM ist in der Lage mehr zu empfangen und mehr zu verarbeiten.